Verleihung des Beni-Bloch-Preis für Jugend Engagement 2026

Foto: Michael Faust

Junge Menschen halten Erinnerung lebendig: Im Festsaal des Ignatz Bubis-Gemeindezentrums wurde am 1. Juni 2026 zum dritten Mal der Beni-Bloch-Preis für Jugendengagement verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Jüdische Gemeinde Frankfurt junge Menschen und Initiativen, die sich für Erinnerungskultur, Demokratie und ein tolerantes Miteinander einsetzen.

Zum Auftakt begrüßte der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Benjamin Graumann, die Gäste sowie die Preisträgerinnen und Preisträger. Dabei betonte er die besondere Bedeutung der Auszeichnung: „Wir brauchen diesen Beni-Bloch-Preis, und wir brauchen ihn mehr als je zuvor. Und wenn es ihn noch nicht geben würde, dann müssten wir ihn spätestens jetzt neu erfinden.“

Auch Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, würdigte das Engagement der jungen Menschen und bezeichnete die Preisverleihung als „eine Veranstaltung, die nicht nur Ideen zeigt, sondern auch ihre Wirkungen deutlich macht“.

Ausgezeichnet wurden drei Projekte, die auf eindrucksvolle Weise jüdisches Leben und jüdische Geschichte sichtbar machen:

  • „Jüdisches Leben sichtbar machen – die Synagoge Unterlindau 23“ der Evangelisch-reformierten Gemeinde Frankfurt in Kooperation mit der Französisch-reformierten Gemeinde Frankfurt, das die Geschichte einer während der Schoa zerstörten Frankfurter Synagoge erforscht und digital erlebbar macht.
  • „Jüdisches Leben in Bockenheim sichtbar machen – der jüdische Friedhof an der Sophienstraße 70“ der Max-Beckmann-Schule Frankfurt, bei dem Schülerinnen und Schüler die Geschichte jüdischen Lebens in ihrem Stadtteil erforschten und einen dauerhaften Erinnerungsort schufen.
  • „Geschichte im Gespräch – Von der Begegnung mit Leonid Vinderman zu einer gelebten Erinnerungskultur“ der Erich-Kästner-Schule Maintal-Bischofsheim, das aus der Begegnung mit einem Schoa-Überlebenden nachhaltige Projekte der Erinnerung und Demokratieförderung entwickelte.

Mit ihrem Engagement setzen die Preisträgerinnen und Preisträger ein starkes Zeichen gegen das Vergessen, gegen Antisemitismus und für eine demokratische Zukunft.

MAZAL TOV an alle Preisträgerinnen und Preisträger!