Am 8. Oktober 2026 haben wir gemeinsam mit dem Freundeskreis Yad Vashem e.V. im Festsaal der Jüdischen Gemeinde Frankfurt das Buch „Nach so viel Schmerz und Pein – Erste Briefe nach dem Holocaust“ vorgestellt.
Im Mittelpunkt standen Briefe jüdischer Überlebender, die unmittelbar nach der Befreiung an Angehörige und Freunde geschrieben wurden, ohne zu wissen, ob diese noch lebten. Sie erzählen von Verlust, Ungewissheit und Hoffnung sowie dem Versuch, nach dem Erlebten ins Leben zurückzufinden.
Marc Grünbaum, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, eröffnete den Abend mit einer bewegenden Rede. Bibiana Beglau und Clemens Schick verliehen den Briefen durch ihre eindringlichen Lesungen besondere Intensität. Musikalisch begleitet wurden sie von Francesca Zappa an der Geige und Nur Ben Shalom an der Klarinette.
Dr. Robert Rozett, Herausgeber des Buches, ordnete die Briefe historisch ein und beleuchtete die Bedeutung und Grenzen der Holocaust Education. Dr. Melody Sucharewicz moderierte den Abend und stellte einen Bezug zu den Ereignissen des 7. Oktober 2023 her, ohne die Einzigartigkeit der Shoah aus dem Blick zu verlieren.
Besonders berührt hat uns die Anwesenheit der Holocaustüberlebenden und Zeitzeugin Eva Szepesi.
Unser herzlicher Dank gilt dem Freundeskreis Yad Vashem e.V., dem Herder Verlag, der Alfred Landecker Foundation sowie allen Mitwirkenden und Gästen.
Der Abend verdeutlichte, wie viel Geschichte, Schmerz, Hoffnung und Menschlichkeit in einem einzigen Brief liegen. Hinter jedem Brief steht ein Mensch, eine Familie, ein Schicksal, das nicht vergessen werden darf.





