Buchtipp: „Ausnahmezustand. Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffenen“

Das Buch, herausgegeben von Julia Bernstein, Alfred Bodenheimer und Elisabeth Schilling, ist zugleich ein besonderes Projekt des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender und versammelt Essays und Interviews von über sechzig Hochschulangehörigen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die entweder jüdisch sind oder sich wissenschaftlich mit Judentum, Israel oder Antisemitismus befassen. Sie schildern ihre persönlichen Erfahrungen, Beobachtungen und Einschätzungen seit dem 7. Oktober 2023.

Die Beiträge dokumentieren nicht nur institutionelle und gesellschaftliche Entwicklungen, sondern vor allem persönliche Erfahrungen von Ausgrenzung, Isolation, Sprachlosigkeit, Bedrohung und dem Verlust akademischer Selbstverständlichkeiten. Gerade durch die Vielstimmigkeit der Perspektiven und Biografien wird sichtbar, wie tiefgreifend sich die Atmosphäre an Hochschulen verändert hat.

Der Band versteht sich zugleich als Zeitdokument, wissenschaftlich relevante Quelle und gesellschaftspolitischer Beitrag zur Debatte über Antisemitismus, akademische Freiheit und demokratische Kultur nach dem 7. Oktober.

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