Kultur-Lesungen

Barbara Honigmann: Mischka. Drei Porträts

„Eigentlich war es kein Kreis, eher ein Kosmos, ein Universum, das mich in meiner Kindheit und Jugend umstrahlte.“

Barbara Honigmann erzählt vom Leben und Überleben der Freunde ihrer Eltern, die den Lagern der Nazis und des Gulags entkamen. Junge jüdische kommunistische Intellektuelle, die für ihre Ideale teuer bezahlten und von denen einige doch immer wieder Auswege fanden. Mischka zum Beispiel brachte in ihrer Moskauer Zweizimmerwohnung in den Siebzigerjahren Dichter und Dissidenten zusammen, die dem Sowjetregime die Stirn boten. Vor dem Hintergrund der mörderischen Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts bestechen diese mitreißend erzählten Erinnerungen an Bekannte, Gefährten, geliebte Menschen vor allem durch ihre Freundlichkeit, ihre Wärme, ihren Witz.

  • Die Lesung findet am 05. Mai 2026 um 19:30 Uhr (Einlass: 19 Uhr) im Hessischen Literaturforum im Mousonturm e. V. (Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main) statt.
  • Moderation: Christian Dinger, Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
  • Eintritt: € 12 | € 9 | € 6 (pay as you wish)
  • Karten sind hier erhältlich.

Nicholas Potter: Die neue autoritäre Linke

Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft: Sie gibt sich progressiv, tritt aber seit dem Angriff der Hamas auf Israel zunehmend demokratiefeindlich auf: die neue autoritäre Linke. Mit dogmatischem Eifer deutet sie radikalislamistische terroristische Gewalt zum dekolonialen Widerstand um. Propaganda und Desinformation autokratischer Regime oder zweifelhafter „Alternativmedien“ nimmt sie bereitwillig auf. Wer widerspricht, gilt schnell als Feind, gegen die Presse schürt sie Hass – bis hin zu Mordaufrufen.

Der Journalist Nicholas Potter gibt durch investigative Recherchen und seine persönliche Geschichte Einblicke in das Innerste dieser Bewegung. Er deckt das Netz der neuen autoritären Linken auf, zeigt, wie sie agiert, und fragt: Sind wir als demokratische Gesellschaft darauf vorbereitet?

  • Die Lesung findet am 07. Mai 2026 um 19:30 Uhr (Einlass: 19 Uhr) im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum (Savignystr. 66, 60325 Frankfurt am Main) statt.
  • Moderation: Natalia A. Kajzer
  • Eintritt: € 10 | € 7 (zzgl. VVK-Gebühren); € 14 | € 10 (Abendkasse)
  • Tickets sind hier erhältlich.

Yael Neeman: Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz

In „Wir waren die Zukunft. Leben im Kibbuz“ erzählt Autorin Yael Neeman die Geschichte ihres Aufwachsens in der sozialistisch-zionistischen Kibbuzbewegung, die zugleich die kollektive Geschichte einer ganzen Generation ist.

Yael Neeman wurde 1960 in dem Kibbuz geboren, den ihre aus Ungarn und Wien geflohenen Eltern 1946 mitbegründeten. Ihr Roman öffnet ein Fenster in die radikale Kollektivität ihrer Kindheit und Jugend und in die ideologische und soziale Welt dieser bedeutenden Ära der israelischen Geschichte. Yael Neeman erzählt in der ersten Person Plural, denn ihre Geschichte ist zugleich die einer ganzen Generation.

  • Die Lesung findet am 18. Mai 2026 um 19:00 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr) im Ignatz Bubis-Gemeindezentrum (Savignystr. 66, 60325 Frankfurt am Main) statt.
  • Das Gespräch findet auf Deutsch und Hebräisch in konsekutiver Übersetzung statt.
  • Lesung der aus der dt. Übersetzung: Barbara Bišický-Ehrlich
  • Eintritt: € 10 | € 7 (zzgl. VVK-Gebühren); € 14 | € 10 (Abendkasse)
  • Tickets sind hier erhältlich.