Lesung & Gespräch mit Julia Bernstein

Zwischen Hammer und Amboss. Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und des Terrorangriffs der Hamas auf Israel auf jüdisches Leben in Deutschland

Am 24. Februar 2026, findet um 19:30 Uhr (Einlass: 19 Uhr) eine Lesung mit Julia Bernstein in der Jüdische Gemeinde Frankfurt, 5. OG, (Westendstr. 43, 60325 Frankfurt am Main) statt.

Bernsteins Interviewstudie eröffnet einen eindrucksvollen Einblick in die aktuellen Lebenswelten russischsprachiger Jüdinnen und Juden in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen ihre Erfahrungen in einem Post-Schoa-Deutschland vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine, des Terrors gegen Israel sowie zunehmenden Antisemitismus. Die soziologische Studie bietet die Grundlage dafür, sich marginalisierten Perspektiven anzunähern und Bedarfe auf unterschiedlichen Handlungsfeldern abzuleiten.

Im Gespräch mit Tom Uhlig geht Julia Bernstein der Frage nach, wie diese Erfahrungen Vorstellungen von Identität und „Heimat“ prägen und verändern – während das als neues Zuhause Gewonnene angesichts wachsender Bedrohungen erneut in Frage steht.

Julia Bernstein ist Soziologin und Professorin für Diskriminierung und Inklusion an der Frankfurt University of Applied Sciences. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Antisemitismus, Rassismus und jüdische Lebenswelten in Deutschland. Sie publiziert und spricht regelmäßig zu jüdischen Perspektiven in der Migrationsgesellschaft.

Dr. Tom Uhlig hat Psychologie studiert und in den Erziehungswissenschaften promoviert. Er ist Vertretungsprofessor für Demokratieförderung und Methoden an der Hochschule RheinMain sowie Mitherausgeber der Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie »Freie Assoziation«. 2026 erscheint von ihm »Antisemitismuskritik im Handgemenge. Beiträge zur politischen Bildung«.

  • Eintritt: € 10 | € 7 (zzgl. VVK-Gebühren); € 14 | € 10 (Abendkasse).
  • Karten sind hier erhältlich.